Klimacamp in Bonn
Vom 29. 5. bis 6. 6. fand bei Bonn parallel zu den Klimazwischenverhandlungen ein Klimacamp statt. Es war Teil der Klimawelle, ein Bündnis für Klimagerechtigkeit dem neben vielen anderen Organisationen wie z. B. attac, der Grünen Jugend und Robin Wood auch die BUNDjugend angehört.
Wir waren mit einigen Aktiven vom 2.6. bis 6.6. dabei und fanden das Campfeeling super: Die Vielfalt von Anhängern verschiedener sozialer Bewegungen war beeindruckend, die Infrastruktur mit selbst gebastelter Dusche, Kompostklos, Vokü (Unmengen gespendeter Tofu), Medienzelt, Infostand und so weiter klasse und die Stimmung einfach total sommerlich.
Das Camp war eine Plattform für die Vernetzung internationaler Bewegungen wie Climate Justice Now sowie dem Klimateam von young Friends of the Earth, viele der Anwesenden kamen dementsprechend aus Frankreich, Spanien, England, den USA etc.
Es bot ebenfalls Raum für die Planung verschiedener Aktionen: So wurde am Donnerstag eine Fahrraddemo veranstaltet. Am Freitag gab es eine Aktion vor dem Maritim, dem Hotel wo die Verhandlungen stattfinden. Ca. 40 Personen formten eine Weggabelung an der die vorbeikommenden Delegierten sich dazu bekennen mussten, ob sie den Cochabamba Text oder das Kopenhagen accord in den kommenden Verhandlungen unterstützen werden. (Der Cochabamba Text ist ein Dokument, das die "Rechte der Mutter Erde" einfordert und weitaus vielversprechender für den Klimaschutz ist als der Kopenhagen accord. )
Am Samstag schließlich, vor der eigentlichen Demonstration, fand ebenfalls vor dem Verhandlungsgebäude die symbolische Blockade eines von Merkel und Röttgen gesteuerten Kohlelasters statt.
Die Demo am Nachmittag war dann richtig gut: Die Stimmung war einfach super, es waren viele junge und einige ältere Menschen aus ganz Europa da die kreativ und laut für mehr Klimagerechtigkeit protestierten. Verstärkt wurde das Bild einer bunten und fröhlichen Masse durch eine große Samba Gruppe, mehrere Großpuppen und viele einfallsreiche Verkleidungen. Wir haben sowohl während des Camps als auch auf der Demo sehr viele Menschen auf unser Klimacamp beim Braunkohletagebau Garzweiler angesprochen wobei wir auf viel Interesse stießen. Super war auch, dass "unser Camp" bei der Abschlusskundgebung erwähnt wurde.
Insgesamt waren wir alle glücklich, in Bonn vor Ort gewesen zu sein. Wir haben einiges mitgenommen an Erfahrungen, die wir nutzen wollen um unser Klimacamp möglichst offen zu gestalten und einer breiten Bevölkerungsschicht zugängig zu machen.
Weitere Informationen zu dem Klimacamp bei Garrzweiler im August findet ihr unter
www. klimacamp2010.de.








