BUNDjugend  
Fahrt zur Klimakonferenz nach Paris

Bericht: Fahrt zur Klimakonferenz nach Paris

11. 12. 2015, 8:30 Uhr, Köln Hauptbahnhof. Nach und nach trudeln Menschen mit mehr oder minder großen Rucksäcken ein, gefasst darauf Protest gegen die UN Klimakonferenz in Paris zu leisten. Bald fährt der gut gefüllt Bus ab, über Belgien in die französiche Hauptstadt. Als wir in Paris ankommen, stehen die Hostel-Zimmer bereit und wollen bezogen werden. Die typisch französischen Betten haben für manche Überraschung gesorgt. Angekommen bei der Friends of the Earth- Versammlung, wohin es sofort nach dem Check-In weiterging, gab es Essen, gekocht von der niederländischen VoKü Rampenplan, viele Menschen und fast genauso viele verschiedene Sprachen, Programm auf der Bühne, frisch gemalte Banner und Schilder, Infos für den kommenden Tag und und und… Anschließend wurde das internationale Zusammentreffen mit Unterstützung eines Djs ordentlich gefeiert.

Samstag startete die erste Aktion um 9:30 Uhr. Durch GPS Signale, die von tausenden in Paris verteilten Menschen gesendet wurden, entstand der Schriftzug „CLIMATE JUSTICE NOW!“ www.amisdelaterre-cop21.org. Um dafür gestärkt zu sein wurden früh morgens schon die ersten Boulangeries aufgesucht und Baguettes oder Croisannts gekauft, wahlweise hielten auch der eine oder andere Supermarkt Lebensmittel bereit. Anschließend an die GPS-Aktion fuhren die meisten Richtung l‘Arc de Triumph. Auf der Straße zwischen dem l’Arc de Triumph und dem Place de Maillot fand um 12 Uhr die riesige „Red-Lines-Action“ mit über 15. 000 Menschen statt. Mit dieser sollte symbolisch die nicht zu überschreitende Grenze in Richtung Klimawandel deutlich gemacht werden. Schon auf dem Weg dorthin kamen immer mehr Menschen mit roten Kleidungsstücken zusammen und so erkannte mensch sich untereinander und konnte sich freuen, Teil dieser großen Bewegung zu sein. Um 14:00 Uhr folgte schon die nächste Aktion. Eine Menschenkette vor dem Tour d’Eifel mit anschließender Kundgebung. Dann zog es die einen zum Sightseeing durch Paris oder ins Hostel zum Ausruhen, andere besuchen ein Café und so mache*r hatte immernoch nicht genug von Aktionen und schloss sich einer der kleineren Aktionen an, die noch folgten. Abends klang der Tag für viele im „La Generale“ aus, wo getanzt wurde und es Essen gab. Die ganze Zeit über traf mensch auf bekannte Gesichter oder auch neue – ganz Paris war gefüllt von Aktivist*innen.

Einschätzung zu dem Klimaabkommen von FoEE(Friends Of The Earth Europe), das internationale Netzwerk, von dem der BUND einen Teil bildet, findet ihr hier: www.foeeurope.org/Paris-climate-deal-not-fit-people-planet-121215