BUNDjugend  
Bericht: Mastamo! Skill-Sharing-Camp in Dortmund

Bericht: Mastamo! Skill-Sharing-Camp in Dortmund

Wie lässt sich aus alten Konservendosen ein richtig guter Kocher bauen? Welche Pilze sind eigentlich essbar? Wie kann man alte Paletten weiter verwerten? Und wie bewege ich mich eigentlich sicher im Internet?

Diese und viele weitere Fragen fanden Antworten auf dem Skill-Sharing-Camp der BUNDjugend, das vom 3. bis 7. Juni auf dem Lernbauernhof Schulte-Tigges in Dortmund-Derne stattfand. Dabei wurden nicht etwa Expert*innen eingeladen, sondern die Teilnehmenden selber gaben ihr Wissen und ihre Erfahrungen weiter.

„Machen statt motzen“ war das Motto des Camps, denn die Vorbereitungsgruppe – größtenteils aus der BUNDJugendgruppe Dortmund bestehend – wollte nicht länger zuschauen, was alles schief läuft in der Welt. Anstatt dessen wurde für fünf Tage eine kleine eigene Utopie-Gesellschaft gelebt. Jeden Morgen wurde im Plenum besprochen, was den Tag über stattfinden sollte. So entstand für Donnerstag und Freitag ein buntes Programm mit Workshops, Diskussionsrunden und Vorträgen. Am Upcycling- und Selbermach-Tisch wurden rund um die Uhr schöne Dinge geschaffen und in der Tauschecke konnte man sich mit „neuen“ Klamotten, Büchern und Spielen ausstatten. Auch das Essen wurde gemeinsam organisiert: Jeden Tag zauberten andere Teilnehmenden in der Küche leckere bio-vegane Menüs, die zum Teil aus Essensspenden, geretteten Lebensmitteln von foodsharing und Gemüse aus der örtlichen Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) entstanden.

Bei sommerlichen Temperaturen lernten alle Teilnehmenden neue Dinge, die zu einem gesellschaftlichen Wandel beitragen können und erfreuten sich an der entspannten und solidarischen Atmosphäre untereinander, an der Natur und den vierbeinigen Freund*innen auf dem Bauernhof. Am Freitag, bei 28°C im Schatten, gingen viele ins Freibad um sich Abkühlung zu verschaffen, oder suchten sich ein schattiges Plätzchen um einfach die Seele baumeln zu lassen und über Utopien und gesellschaftlichen Wandel zu reden. Die Abende verbrachten wir oft am Lagerfeuer und spielten Werwolf oder verköstigten die leckeren Weine vom Weinworkshop bei Mastamo 2014.

Aufgrund einer fehlenden Absprache konnte leider der Workshop zum Thema „Utopien leben“ von Tobi vom „Projekt- und Aktionsnetzwerk Living Utopia“ nicht stattfinden, auf den sich alle sehr gefreut hatten. Das Netzwerk organisiert und verwirklicht geldfrei, vegan, ökologisch und solidarisch Mitmachräume für den gesellschaftlichen Wandel wie beispielsweise den Mitmachkongress utopival und vieles mehr.

Am Samstag Nachmittag stellten sich verschiedene Initiativen und Gruppen auf dem Markt der Möglichkeiten vor und es fand ein Mini-Aktionstraining statt. Abends gab es eine Open Stage, auf der verschiedene Teilnehmer*innen mit bunten, lustigen und musikalischen Beiträgen auftraten. Der letzte Abend wurde natürlich auch gebührend mit einer Party mit DJ Crispin gefeiert.

So verbrachten wir fünf Tage lang eine wunderbare Zeit, die vor allem durch die Mithilfe aller zu etwas Besonderem wurde, denn niemand scheute sich anzupacken. Egal ob beim aufbauen, abspülen, Klos putzen oder dem Abbau am Sonntag – immer waren viele fleißige Hände am Start, sodass alles fix erledigt war. Vielen Dank dafür und spätestens bis zu Mastamo im nächsten Jahr!