BUNDjugend  
Bericht: Workshop Flucht & Umwelt

Bericht: Workshop Flucht & Umwelt

In Zusammenarbeit zwischen der Heinrich-Böll-Stiftung NRW und der BUNDjugend NRW fand vom 5.-6. Dezember 2015 der Workshop „Flucht & Umwelt“ in Köln statt, an dem 18 Personen teilnahmen.

Am ersten Tag lag der Fokus auf globale Fluchtbewegungen und -gründe sowie der europäischen Asyl- und Außenpolitik, zu der die langjährige Trainerin des Netzwerk für Demokratie und Courage und Historikerin Serçe Öznarçiçeği referierte. Zudem erarbeiteten sich die Teilnehmenden in Kleingruppen die Grundlagen des deutschen Asylrechts und setzten sich mit dem Asylverfahren, Aufenthaltsstatus, dem Asylbewerber*leistungsgesetz sowie aktuellen Gesetzesänderungen und Debatten auseinander. Anschließend berichtete der Referent und Filmemacher Mohammed Almasalmeh über seine Fluchterfahrungen und die Lebensbedingungen als Refugee in Deutschland.

Der zweite Tag hatte strukturelle Fluchtursachen zum Schwerpunkt. In Kleingruppen beschäftigten sich die Teilnehmenden mit europäischer Agrar- und Fischereipolitik und ihren Auswirkungen auf den Globalen Süden, mit Zahlen, Szenarien und dem Diskurs zu klimabedingter Migration sowie mit dem Syrien-Konflikt. Im Anschluss beteiligten sich die Teilnehmenden mit einer Kreideaktion an der Social Media Kampagne #StopDeathInMediterraneanSea der Alevitischen Jugend NRW, um auf das häufig vernachlässigte Massensterben im Mittelmeer aufmerksam zu machen. Es folgten Vorträge von Felix Becker, Referent der BUNDjugend NRW, sowie Serçe Öznarçiçeği zur Klimabewegung bzw. dem selbstorganisierten Refugee Protest. Das Seminar schloß mit einer Diskussion darüber wie globale Bewegungsfreiheit erreicht werden könne und was es dazu braucht sowie mit der Erarbeitung von individuellen Handlungsoptionen.