“Ku Ku Na” – Kunst und Kultur in der Natur
„Ku Ku Na“ bedeutet „Kunst und Kultur in der Natur“ und ist ein Projekt von Sonja Wolf. Als Künstlerin und Umweltbildnerin bietet die 49-Jährige mit kurdischer Abstammung Ferienspiele, Seminartage und Kindergeburtstage an, teilweise auch in Kooperation mit der BUNDjugend. Für ihre vielfältige Bildungsarbeit hat sie sich mit ihrem Mann 2008 eigens ein Haus in Mönchengladbach gekauft, einen Veranstaltungs- und Märchenraum ausgebaut und das weitläufige Wiesengelände drumherum als Natur- und Erlebnisgarten weiter entwickelt. Hier bieten beispielsweise Streuobstwiese, Bienenstock, Lagerfeuerplatz, Jurte und Kräutergarten viele Möglichkeiten, auf spannende Weise mehr über das Leben im Einklang mit der Natur zu erfahren.
Die Kinder und Jugendlichen, die meist zwischen 6 und 14 Jahre alt sind, können Wildkräuter sammeln und zubereiten, Waldführungen erleben, Filzen, Papierschöpfen, Bienenwachskerzen drehen, Brotbacken oder aus Naturmaterialien Kunst basteln und lernen dabei, respektvoll mit der Natur und ihren Erzeugnissen umzugehen. Das eigene Erleben wird mit Sonjas Wissen ergänzt und mit viel Phantasie und Kreativität ausgeschmückt. Oft stehen auch Reisen in andere Kulturen an, sei es ein Tag in Afrika, ein Ausflug in den Orient oder ein Indianerfest. Sonja ist dabei nicht nur Kräuterexpertin und Handarbeiterin, sondern auch Märchenerzählerin, Verkleidungskünstlerin und Tänzerin.
„Meine Arbeit ist für mich Selbstverwirklichung, soziales Engagement und moralische Verpflichtung zugleich. Ich kann mich als Künstlerin verwirklichen und dabei Kindern vermitteln, wie wir nachhaltig mit der Natur und ihren Ressourcen umgehen können.“ sagt Sonja über ihre Beweggründe zu ihrem Engagement. Obwohl ihre Arbeit im Grunde ein Vollzeitjob ist, ist Sonja’s Motivation hierfür nicht vom Geldverdienen geprägt. Jeden Euro, der von ihrer Arbeit übrig bleibt, investiert sie in die weitere Entwicklung von Haus und Gelände. So wären mehr sanitäre Anlagen schön, damit die Kinder auch mal übernachten können oder auch ein Lehmofen im Garten,um regelmäßig Brot zu backen. Das Haus wird mit zwei Öfen geheizt und reicht bei weitem nicht aus, ein wasserführender Ofen als Heizquelle für das ganze Haus ist geplant, aber finanziell noch nicht realisierbar.
Um sich mit anderen MultiplikatorInnen auszutauschen und ihre Kompetenzen zu erweitern, nimmt Sonja an Seminaren und MultiplikatorInnen-Fortbildungen der BUNDjugend teil. Durch die Kooperation mit der BUNDjugend werden zudem einige der Bildungsveranstaltungen mit Mitteln aus dem Kinder- und Jugend-förderplan finanziell unterstützt. Von vielen angefragten Verbänden war der BUND der einzige, der für eine Kooperation mit der Lebenskünstlerin bereit war.
Mehr Informationen zum Projekt „Ku Ku Na“ und Sonja Wolf bietet die Internetseite www.asade-abdul-asis.de.


