Erfolgreicher Einsatz der Klimapolizei

Am 5. Dezember 2009 startete die Aktion "Klimapolizei" in Düsseldorf, deren Idee beim Aktiventreffen der BUNDjugend Anfang November entstanden war. Zehn aktive BUNDjugendliche begaben sich hierbei kreativ verkleidet und mit Polizeihund bewaffnet auf Streife, um Knöllchen für besonders CO2-fördernde AutofahrerInnen und Belohnungen für RadfahrerInnen zu verteilen. Kurz vor Beginn des Klimagipfels in Kopenhagen wollten wir damit für den Klimaschutz sensibilisieren und deutlich machen, dass wir die Verantwortung nicht ausschließlich in den Händen der Weltpolitik sehen.

Die Vorbereitungen

Am Vorabend der Aktion trafen sich die meisten schon, um sich als Gruppe auf die gemeinsame Aktion einzustimmen. Dazu wurde gemeinsam gekocht, gegessen, gelacht und getanzt. So waren wir dann gestärkt, um den folgenden Tag vorzubereiten, indem wir unsere Jacken mit bereits fertig gestellten Sternen und dem Titel "Klimapolizei" kurzerhand in überzeugende Uniformen verwandelten. Anschließend wurden wir mit pfiffigen Klimaknöllchen und Belohnungszetteln ausgestattet, die wir den VerkehrsteilnehmerInnen je nach „Klimafreundlichkeit“ ihres Verhaltens verteilen wollten. Besonders FahrerInnen von Autos mit übermäßigem Schadstoffausstoß wollten wir aufmerksam machen. Um diese auch schnell erkennen zu können, bekamen wir noch eine hilfreiche Liste an die Hand, in der diese verzeichnet waren. In einer angeregten Diskussion suchten und fanden wir dann noch Argumente und Alternativen wie Car Sharing und ÖPNV, mit denen wir Interessierte und Wenigfahrer in Spe überzeugen wollten. Nach getaner Arbeit gönnten wir uns noch einen Drink im Miss Moneypenny in Düsseldorf und kuschelten uns schon bald in unsere Schlafsäcke in der Landesgeschäftsstelle des BUND, die wir freundlicherweise als Unterkunft nutzen durften.

Die Aktion

Samstags um 10:30 Uhr holten wir weitere MitstreiterInnen ab, kümmerten uns noch um letzte Kleinigkeiten und wurden anschließend von unseren KollegInnen, der „offiziellen“ Polizei erwartet - mit laufendem Motor! Sofort waren die ersten Klimaknöllchen verteilt. Und das mit Erfolg: das nächste Mal, als wir uns trafen, war der Motor des Polizeiwagens ordnungsgemäß abgeschaltet. So auch die TaxifahrerInnen, die sich erst mit leeren Batterien herauszureden versuchten, sich schließlich aber doch für ihren persönlichen Beitrag zum Klimaschutz entschieden, zu dem wir auf der Rückseite der Knöllchen appellierten. Diese und andere Reaktionen zeigten uns, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Viele Leute suchten von sich aus das Gespräch mit uns, lobten unseren Einsatz oder zeigten sich nach Erhalt eines Knöllchens nachdenklich oder gar einsichtig. Unter den RadfahrerInnen, denen wir eine positive Rückmeldung mit Kerzen als „Belohnung“ gaben, waren überwiegend positive Reaktionen zu finden. Besonders erfreulich waren diejenigen, die uns bei kaltem und regnerischem Wetter stolz erklärten, dass sie gar kein Auto besäßen und dies auch nicht wollten. Daumen hoch! Natürlich gab es auch einige sehr uneinsichtige AutofahrerInnen, die das Gespräch verweigerten, aber hier war das Knöllchen dann auf jeden Fall richtig platziert – und gelesen haben sie alle!

An dieser Stelle ein großes Lob an die engagierte Truppe, die unter der fabelhaften Leitung unserer FÖJlerinnen ein effektives Wochenende mit viel Spaß verbringen durfte!