BUNDjugend Nordrhein-Westfalen  

11 Dinge, die du #InZeitenVonCorona sinnvoll tun kannst

Statt den Frühling mit Freund*innen im Park zu genießen, sitzen viele von uns jetzt zuhause und langweilen sich. Irgendwie fühlt es sich falsch an, sich darüber zu beschweren, während andere viel ernsthaftere Probleme haben: Sie verlieren ihren Job, kämpfen um ihr Leben oder betreuen Tag für Tag Patient*innen. Doch gerade weil wir uns in einer Ausnahmesituation befinden, ist es schwer zuhause zu sitzen und abzuwarten. Wir glauben, vielen von uns wird nicht nur die Zeit zu lang, sondern wir fühlen uns nutzlos. Dabei muss das nicht so sein. Zum einen leisten wir alle einen wichtigen Beitrag, die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Zum anderen gibt es sehr wohl sinnvolle Dinge, die man zur Zeit tun kann:

1. Petitionen unterschreiben:

In den Nachrichten geht es um nichts anderes als um das Corona-Virus. Die meisten Regierungen haben in der Krise drastische Maßnahmen beschlossen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verlangsamen und mit milliardenschweren Finanzhilfen den Wirtschaftsabschwung zu verhindern. Doch die Welt bleibt eben nicht stehen. Viele Themen geraten gerade in den Hintergrund: Die Menschen, die an den Außengrenzen der EU leiden zum Beispiel. Oder die Wet’suweten in Canada: Trotz Corona-Krise wird dort weiter eine Pipeline durch indigene Territorien gebaut. Natürlich können wir aktuell nicht auf Demos gehen, aber wir können im Netz aktiv werden, uns informieren und Petitionen unterschreiben! Hier haben wir für dich eine Liste mit den aktuellsten Petitionen erstellt!

2. #NetzstreikFürsKlima:

Tatsächlich hat die Corona-Pandemie einige positive Auswirkungen auf die Umwelt. So sollen in Venedig durch das Ausbleiben des Massentourismus plötzlich die Kanäle glasklar sein. Auch der Flugverkehr ist aktuell eingeschränkt und unsere Wirtschaft steht ungewohnt still. Doch nur weil jetzt die Emissionen sinken, heißt das nicht, dass wir langfristig die Klimakrise gelöst haben. So schön es auch sein mag, sich auf die positiven Aspekte zu fokussieren, müssen wir hier aufpassen nichts schönzureden. Aktuell werden riesige Summen bereitgestellt, um die Folgen der Corona-Pandemie abzufangen und den Bürger*innen werden tiefgreifende Maßnahmen wie Kontaktverbote zugemutet! Interessant also, wie viel doch möglich ist, wenn der politische und gesellschaftliche Wille besteht… Deshalb müssen wir weiter daran arbeiten, dass die Regierung nicht nur bei der Corona-Krise, sondern auch bei der Klimakrise auf den Rat der Wissenschaftlerinnen hört. Im Netz geht deshalb der Klimastreik weiter. Du kannst die gewonnene Zeit nutzen, um ein cooles Demoschild zu malen! Das kannst du dann auch freitags mit dem Hashtag #NetzstreikFürsKlima auf Social-Media teilen.

3. Umweltschutz selbst in die Hand nehmen:

Natürlich kannst du dich auch mit Nachhaltigkeit im eigenen Leben beschäftigen. Regional einzukaufen, das heißt z.B. mal auf Wochenmärkte zu gehen, statt in den Supermarkt, empfiehlt sich bei der aktuellen Situation sowieso: An der frischen Luft ist es oft einfacher beim Einkauf Abstand zu anderen Menschen zu halten, als in engen Supermarktgängen. Oder du probierst ein paar neue vegetarische oder vegane Rezepte aus. Wenn du ein bisschen Ansporn brauchst, dann mach doch aus Nachhaltigkeit einfach eine Challenge! Wie das geht? Das kannst auf unserer Klimafasten-Seite nachlesen 🙂 Noch ein Tipp: Dinge selbst zu machen, ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern hat auch noch den Vorteil, dass du seltener zum Einkaufen das Haus verlassen musst. In der Kategorie „Selbermachen“ haben wir viele tolle DIYs und Rezepte für dich! Auch der BUND hat schöne Ökotipps für Daheimgebliebene zusammengestellt.

4. Hörbücher, Podcasts hören oder sich anders weiterbilden:

Hier findest du eine Liste mit unseren aktuellen Podcast-Favoriten (folgt). Eine Zusammenstellung aller Podcasts zum Thema Nachhaltigkeit findest du hier. Außerdem bietet beispielsweise Fridays For Future Webinare– also Online-Seminare und -Diskussionen – an.

5. Einen Blogbeitrag schreiben:

Bei uns kannst du natürlich auch weiterhin mitmachen. Zum Beispiel, indem du einen Blogbeitrag über dein Klimafasten schreibst. Was das genau bedeutet und wie das geht erfährst du hier!

6. Solidarität mit der Risikogruppe:

Ein ganz wichtiger Punkt fehlt noch: Wenn du nicht zur Risikogruppe gehörst, kannst du anderen, die jetzt noch vorsichtiger sein müssen, deine Hilfe anbieten. Vielleicht kannst für deine älteren Nachbar*innen Einkäufe erledigen und sie vor die Tür stellen. In einigen Städten gibt es sogar schon selbstorganisierte Nachbarschaftshilfen. Außerdem erfährst du hier mehr darüber, worauf du beim Helfen achten musst. Sicherlich hast du selbst Verwandte oder Freundinnen, die zur Risikogruppe gehören. Schon ein einfacher Anruf, eine Postkarte oder ein Brief können ihnen helfen, diese schwierigen Zeiten durchzustehen und für Ablenkung zu sorgen.

7. Auf Freund*innen aufpassen:

Quarantäne und Isolation ist für manche schlimmer als für andere: Zum Beispiel, wenn man sowieso schon mit Depressionen oder anderen Krankheiten zu kämpfen hat. Oder, wenn man die Quarantäne mit einem gewalttätigen oder missbräuchlichen Menschen verbringen muss. Deswegen ist es auch wichtig sich regelmäßig bei Freund*innen zu melden, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist. Oder – wenn du selbst in irgendeiner schwierigen Situation bist – dir Hilfe zu holen. Die Notfall-Nummern bei häuslicher Gewalt findest du hier.

8. Blut spenden:

Zur Zeit brauchen die Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Hier siehst du, wo du spenden kannst.

9. Lokale Geschäfte, Künstler, Kinos oder Einrichtungen unterstützen:

Vielen kleinen lokalen Einrichtungen in deiner Nähe sind die Einnahmen weggebrochen. Bei manchen Läden kannst du jetzt online bestellen oder Gutscheine kaufen, damit sie in diesen Zeiten Einnahmen haben und ihren Cash-Flow sichern können. (In Berlin gibt es dafür zum Beispiel schon eine eigene Webseite.) Wenn du Konzert- oder Theatertickets gekauft hast für Veranstaltungen, die jetzt entfallen, überlege dir, ob du statt diese zu stornieren, den Beitrag als Spende für die Kulturszene betrachtest. Bei Kino on Demand kannst du online schauen und gleichzeitig dein Kino unterstützen.

10. Hilfe bei der Ernte:

Im April beginnt die Erntezeit und es fehlen Tausende Helfer*innen, die zum Teil krank sind oder aufgrund der Corona-Pandemie nicht nach Deutschland reisen können. Wo und wie du jetzt unterstützen und mitarbeiten kannst, findest du hier.

11. Keine Hamsterkäufe tätigen:

Es gibt eine einfache Regel für Solidarität beim Einkauf: #KaufNurWasDuBrauchst
Die Regale werden immer wieder gefüllt. Es ist genug für alle da.


 

Hast du auch Ideen oder Tipps? Wie verbringst du deine Zeit? Kennst Initiativen oder coole Angebote, die in dieser Liste fehlen? Dann teil sie mit uns auf Instagram oder Facebook, schreibe uns in den Kommentaren oder per Mail an julie.krabbe@bundjugend-nrw.de. Wir nehmen eure Vorschläge gerne in die Liste mit auf.