BUNDjugend  

Bericht: Workshop „Flucht und Umwelt“

Am Samstag (02.12.17) haben wir uns, eine Gruppe aus jungen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, im Naturfreundehaus in Köln für den Workshop „Flucht und Umwelt“ getroffen. Zum Einstieg haben wir über die Themen Flucht, Migration und Asylpolitik geredet und eine Reportage über die EU Grenzen gesehen.

Nachmittags sind wir zum Hambacher Forst gefahren. Dort leben seit fast 5 Jahren Aktivist*innen, die versuchen, den Wald vor der Rodung zu schützen. Ihre Baumhäuser sind nicht nur Wohnraum, sondern auch Blockaden, die das Zerstören des Waldes erschweren sollen. Für die Zerstörung des Waldes, von dem nur noch ca 10 % übrig sind, ist der Energie Konzern RWE verantwortlich. Dieser fördert, da wo mal Wald war, die klimaschädliche Braunkohle.

Ein paar der Aktivist*innen haben uns etwas über ihren Widerstand erzählt und wir wurden sogar in ein Baumhaus eingeladen. Nachdem wir uns ein Teil der Baumhaussiedlungen angesehen haben, sind wir bis zum Ende des Waldes, an die Rodungskante, gelaufen. Von dort konnten wir den riesigen Tagebau, die Bagger und die Kraftwerke sehen, Europas größte CO2 Quelle.

Mit starken Eindrücken haben wir uns am frühen Abend wieder auf den Weg nach Köln gemacht. Dort haben wir gemeinsam gekocht, gegessen und den Tag ausklingen lassen.

Sonntag haben wir uns intensiver mit klimabedingten Fluchtursachen auf der ganzen Welt beschäftigt. Von Inuit Gemeinden, die flüchten, weil ihr traditionelles Wissen durch veränderte Schnee und Eisbedingungen nutzlos wird und Transportwege wegfallen, bis zu Inselbewohner*innen im Pazifik, die wegen des steigenden Meeresspiegels evakuiert werden mussten. In Aufstellungsspielen haben wir dann die globale Ungleichheit u.a. im Bezug auf CO2 – Emissionen und Fluchtvorkommen veranschaulicht.

Zum Abschluss hat jeder seinen ökologischen Fußabdruck berechnet und wir haben uns überlegt, in welchen Bereichen wir unseren Alltag klimafreundlicher gestallten wollen.