BUNDjugend Nordrhein-Westfalen  
Projekt

MaStaMo

Machen statt Motzen - Gemeinschaftlich und selbstorganisiert Freiräume ermöglichen und gestalten

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MaStaMo-Camp

Aufgrund der Corona-Pandemie kann das MaStaMo-Camp dieses Jahr leider nicht in seiner gewohnten und geliebten Form stattfinden.

Alternativ planen ein Online-Wochenende vom 26.-28. Juni 2020. An diesem Wochenende wollen wir gemeinsam zusammen kommen und uns trotz aller Hindernisse mit euch verbinden. Es wird ein offenes Workshop-Programm geben, in dem ihr, wie auf den MaStaMo-Camps der vergangenen Jahre, eure eigenen Workshops und Herzensprojekte einbringen und miteinander in Kontakt kommen könnt.

Außerdem freuen wir uns darauf, am Samstag Abend bei einer gestreamten Open Stage gemeinsam mit euch zu musizieren, künstlerische Fähigkeiten auszutauschen und eine schöne Zeit zu haben. Nach der Open Stage wird es eine Party mit Konzerten und DJ-Set geben! 🙂


Diese Seite zeigt dir ein paar Eindrücke vom MaStaMo Camp 2019.

Das Camp ist das Herzstück der Aktivitäten des MaStaMo-Netzwerks. Es findet jährlich in Dortmund mit inzwischen rund 120 Menschen pro Tag statt und ist ein großer Freiraum in dem die Teilnehmenden Wissen, Fähigkeiten und Materielles teilen können. Es bietet Raum für Gestaltung und Entfaltung für eine gerechte, friedliche und naturverträgliche Welt. Komm vorbei und lass dich von dem bunten Workshopprogramm überraschen!

Workshops und Aktionen auf dem Camp

Hier findest du eine Auswahl an Workshops und Aktionen, die auf dem MaStaMo 2019 stattgefunden haben:

Beim Circling geht es um die Erforschung unseres Innenlebens, unseren Beziehungen zu Anderen und dem Raum zwischen uns. Wir sitzen in einem großen Kreis oder in kleineren Gruppen, und nehmen uns einige Zeit um unser Innenleben wahrzunehmen. Die eigene Wahrnehmung dient als Ausgangspunkt für eine Reise, in der wir die Begegnung miteinander erforschen: Was passiert wenn wir unser Erleben miteinander teilen? Wie beeinflusst uns die Präsenz von anderen Menschen?

Die Praxis ist verwandt mit Meditation und gewaltfreier Kommunikation und hat keinen therapeutischen Anspruch. Teilnehmende erleben oft, dass in kurzer Zeit ein Gefühl von Präsenz und tiefer Verbundenheit entsteht.

Besonders schön an Circling finde ich die erwartungsfreie Herangehensweise: Wir erforschen unsere Wahrnehmung im jetzigen Moment und akzeptieren alles, was dabei hervorkommt. Ohne den Versuch es verändern oder verstehen zu müssen. Dadurch werden unterbewusste Muster sichtbar und wir kommen in Kontakt mit der eigenen Intuition.

Ich durfte in den letzten Jahren in verschiedenen Ländern Circling-Erfahrung sammeln und habe bereits auf einigen Camps derartige Workshops angeboten. Angestoßen durch diese Erfahrungen absolvierte ich ein 6-monatiges Training bei Circling Europe und organisiere derzeit das 1. deutschsprachige Circling-Festival. Mehr Information über Circling findet ihr auf https://circling.de .

Ich bin immer sehr berührt wenn ich miterlebe, wie Circling eine neue, so echte und direkte, Art des Zusammenseins entstehen lässt. Gerne würde ich diese Energie auch zum Mastamo mitbringen. Die ideale Teilnehmerzahl ist 9 Personen. Gerne kann ich diese Circling-Runden mehrmals veranstalten, sodass die Gruppen klein genug sind.

Die AfD gibt den Ton an in der Migrationspolitik, die Kohlelobby diskreditiert uns als gewaltbereite Träumer, Christian Lindner spricht uns die Kompetenz für Klimapolitik ab. All diese Strategien werden Framing genannt und dienen dazu, Interessen durchzusetzen. Wenn wir die Sprache unserer politischen Gegner*innen übernehmen, stärken wir deren Deutungsrahmen und unterstützen damit ihre Argumentation.

In einem kurzen Theorieteil möchte ich die kognitionspsychologischen Grundlagen des (politischen) Framings vorstellen und die Erkenntnisse dann auf verschiedene Beispiele übertragen, die für die Kommunikation im Umweltkontext relevant sind. Anschließend möchte ich gemeinsam mit euch diskutieren, welche Sprache uns ermöglicht, die Alternative einer ökologischen Gesellschaft erfolgreich umzusetzen.

Fühlst du dich überfordert von globalen Problemen wie Klimawandel, Armut oder der Ausbeutung von Tieren?
Möchtest du gern etwas bewirken, weißt aber nicht wie?
Hast du Zeit für ehrenamtliche Projekte, weißt aber nicht wie du diese priorisieren sollst? Oder bist du dir unsicher ob diese Projekte auch das gewünschte Ziel erreichen?

Beim Effektiven Altruismus geht es darum, mit wissenschaftlich-rationalem Vorgehen so vielen Lebewesen wie möglich zu einem besseren Leben zu verhelfen. Das bedeutet, die vielen Probleme in der Welt abzuwiegen und den Bereich zu finden, wo man selbst am meisten beitragen kann. Menschen in der Effective-Altruism-Bewegung beschäftigen sich zum Beispiel mit Veganismus, Klimawandel, und der Verminderung von globaler Armut.

Nach einem kurzen Vortrag könnt ihr eure Themen und Fragen einbringen. Mögliche Diskussionsthemen sind z.B. die Wirkung von Spendengeldern, die ethische Berufswahl, Klimawandel, Tierrechte und globale Katastrophen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Effektiver_Altruismus

Wenn du noch nicht jonglierst, komm vorbei und lern wie es geht.
Wenn du bereits Erfahrung hast, dann bring deine Tricks mit und lass uns voneinander lernen.
Außerdem werden wir Jongliermuster zu zweit und zu dritt ausprobieren und die Jonglage mit mehr als drei Bällen besprechen.
Bitte eigenes Equipment mitbringen (Bälle, Ringe, Keulen, etc…).

Stumpfe Messer, Scheren, Bohrer machen die Arbeit nur unnötig schwer. In dem Workshop üben wir verschiedene Werkzeuge zu schleifen. Wir probieren verschiedene Schleifgeräte aus und lernen worauf man bei den verschiedensten Werkzeugen und ihren Klingen achten muss. Stumpfe Messer, Scheren, Sicheln, Bohrer… können gerne mitgebracht werden. Außerdem werden wir alle Messer der Campküche wieder frisch schärfen.

“Das kannst du ja noch gar nicht wissen.” “Dafür bist du noch zu Jung.” Solche Redewendungen sind klassische Beispiele für Adultismus. Die Diskriminierung von Personen durch vermeintlich erwachsenere Personen. Neben persönlicher Diskriminierung begegnet uns auch struktureller Adultismus durch Schulpflicht und verschiedene Altersbeschränkungen. Ich möchte gerne mit dir über deine Erfahrungen reden, darüber wie man Adultismus begegnen kann und wo auch die Grenzen zwischen Schutz, Fürsorge und Adultismus verlaufen.

Die ganze Campdauer steht ein Nähtisch mit Nähzeug und Nähmaschine zur verfügung. Ihr könnt hier eure Klamotten reparieren und upcyceln oder aus dem Fundus an Stoffresten und Anziehsachen aus der Tauschecke etwas neues gestalten. Bring gerne etwas zu nähen mit. Auch Spenden an Nähzeug sind wilkommen.

Bei dem Workshop Love and Touch lade ich Dich ein mit Dir selbst in eine tiefe und ehrliche Begegnung zu gehen. Im Kontakt mit anderen Menschen darfst du noch mehr über dich und auch über sie erfahren. Mithilfe von Übungen trennen wir ICH und DU, Empfangen und Geben, ebenso lade ich ein, deine eigenen Grenzen wahrzunehmen und ermögliche so mehr Klarheit in deiner Begegnung.

In diesem Workshop wird es darum gehen, die Natur mit allen Sinnen erleben – Pflanzen essen, Wildtiere beobachten/hören und um ihr Verhalten kennen lernen. Ich bin dabei für jegliche Fragen und/oder Diskussionen über Themen wie Wölfe in Deutschland oder (Un)Sinn der Jagd offen und möchte den Workshop auf die Interessen der Gruppe abstimmen 🙂

An diesem Tisch findest du alten Modeschmuck, Perlen und Zubehör wie Broschennadeln. Fühl dich eingeladen aus den alten Sachen etwas neues zu schaffen. Dein Wunschacessiore zu Gestalten oder einfach nur deinen Ring zu vergrößern. Bitte bring defekten Schmuck mit und gerne auch Schmuck und Modeschmuck, den du nicht mehr haben möchtest, damit andere ihn nutzen können. Anleitungen wie man was umbauen kann und Goldschmiedewerkzeug gibts natürlich dazu.

Eine blinde Person berichtet von ihrem Leben, erzählt von Inklusion in die Gesellschaft und gibt eine Einführung in die Blindenschrift (mit Blindenschreibmaschiene ect.)

In der Mastermind-Session geht es darum, dass die Menschen aus ihren vielen Wünschen, Ideen und Projekten die für sie wichtigsten finden und sich einen Plan zur Umsetzung erstellen. Es ist interaktiv, man hilft sich gegenseitig und kann lernen, seinen eigenen Bedürfnissen Priorität zu setzen

Forró ist der beliebteste Paartanz Brasiliens und wenn man zuschaut, versteht man schnell warum. Es ist ein fröhlicher, leicht zu lernender Paartanz, der durch die vielfältige Musik mal langsam und sinnlicher, mal schnell und vor allem mit viel Kreativität in der Figurenfolge getanzt werden kann. Du bist herzlich eingeladen alleine oder zu zweit zu kommen, denn es wird viel gewechselt. Ich freue mich darauf dir diesen lebendigen, variantenreichen Tanz zu zeigen und mit meiner Begeisterung noch mehr Menschen anzustecken!
Du brauchst nichts außer bequeme, flache Schuhe und Spaß 🙂

  • (Gesellschaftskritisches) Improvisationstheater
  • Musikalische Prozessbegleitung – Prozessarbeit mit Gruppen mit musikalischen Mitteln
  • Circlesongs – gemeinsam Singen
  • (Gesellschaftskritisches) Improvisationstheater
  • Acro-Yoga
  • Essbare Wildkräuter – Wanderung
  • Blindheit und Inklusion im 21. Jahrhundert
  • Contact Improvisation Session
  • Diskussionsrunde zu somatic practice und cognitive science
  • Stoffbeutel nähen
  • Jonglagebälle nähen
  • Nachhaltiges Bauen und Wohnen
  • Kräuterwanderung
  • Politisches Framing (im Umweltkontext)
  • Liebevolle Kommunikation
  • Contact-Improvisation
  • Yoga

Campleben

Skill Sharing

Um einen Workshop auf dem MaStaMo anzubieten musst du kein*e Expert*in sein. Es geht darum Begeisterung und Erfahrung für eine enkeltaugliche Welt zu teilen.

Im täglichen morgendlichen Plenum können alle die möchten Worshopangebote und -vorschläge vorstellen und in diesem Rahmen auch von ihrer Motivation erzählen. Wie ein Workshop aussieht, dem setzten wir keine Grenzen. Es kann ein inhaltlicher Vortrag oder eine Diskussionsrund, z.B. zu Themen wie „Energiewende“, „Integration von Geflüchteten“ oder „Gemeinwohlökonomie“ sein. Oder ein praktischer Workshop, bei dem du z.B. anderen beibringst, wie man Badekugeln herstellt, vegane Schokocreme macht oder Fahrräder repariert.

Lade gerne Menschen zum Camp ein, die sich mit den Themen gut auskennen, die dich beschäftigen, oder das gut können, was dich fasziniert – um dies auf dem MaStaMo mit Anderen zu teilen.

Do it yourself – Nähtisch und Schmuckupcycling

Die ganze Campdauer steht ein Nähtisch mit Nähzeug und Nähmaschine zur verfügung. Ihr könnt hier eure Klamotten reparieren und upcyceln oder aus dem Fundus an Stoffresten und Anziehsachen aus der Tauschecke etwas neues gestalten. Bring gerne etwas zu nähen mit. Auch Spenden an Nähzeug sind wilkommen.

An diesem Schmuckupcyclingtisch findest du alten Modeschmuck, Perlen und Zubehör wie Broschennadeln. Fühl dich eingeladen aus den alten Sachen etwas neues zu schaffen. Dein Wunschacessiore zu Gestalten oder einfach nur deinen Ring zu vergrößern. Bitte bring defekten Schmuck mit und gerne auch Schmuck und Modeschmuck, den du nicht mehr haben möchtest, damit andere ihn nutzen können. Anleitungen wie man was umbauen kann und Goldschmiedewerkzeug gibts natürlich dazu.

Schenkecke

In die kannst du das hinein geben was du nicht mehr brauchst, über das sich andere aber eventuell freuen würden. Du kannst dich andersherum mit den Dingen beschenkt fühlen bei denen es andersherum ist.

Rückzugsort & Pause machen

In den Hängematten kannst du Geist und Körper baumeln lassen und das Blätterdach über dir beobachten. Wenn du das Bedürfnis nach Ruhe und Alleinsein hast, dann gibt es einen Rückzugsort mit Strohballen und Tüchern. Abends kannst du es dir an unseren Lagerfeuerstellen gemütlich machen und mit Menschen musizieren, ins Gespräch kommen oder wonach dir sonst gerade der Sinn steht.

Essen

Zwischen dem vielen Austausch gibt es leckeres veganes Essen aus biologisch angebauten Zutaten, das wir auf dem Camp gemeinschaftlich zubereiten. Einige der Lebensmittel bekommen wir von Foodsharing Dortmund, der Solidarischen Landwirtschaft unseres Gastgeberhofes und von Biolebensmittelherstellern gespendet.

Open Stage und Party

An mindestens einem Abend gibt es eine Open Stage, bei der alle Menschen die möchten, sich einbringen können: Musizieren, Theater, Witze, Gedichte, Geschichten … wir freuen uns auf bunte Beiträge.

Hierachiebewusste und selbstorganisierte Organisationsstruktur

Dabei kann jede*r so viel Verantwortung übernehmen und so viel einbringen wie er*sie möchte. Wir leben und gestalten also gemeinsam ein Zusammenleben wie wir es uns für unsere Welt wünschen, ein Stück gelebte Utopie.

Wir wollen bewusst und kritisch mit Hierarchien umgehen und diese transparent machen und abbauen. Deshalb findet neben dem Entwickeln des Tagesprogramms auch unser Rotationsverfahren im Plenum statt. Das bedeutet, dass alle Aufgaben für die das Zusmamenleben der Gemeinschaft auf dem Camp, vom Kochen, über Putzen und Feuerholz sammeln bis hin zur Plenumsmoderation als Verantwortlichkeiten freiwillig für einen Tag übernommen werden und dann im nächtsen Plenum weitergegeben werden. Dabei kann jede*r so viel Verantwortung übernehmen und so viel einbringen wie er*sie möchte. Wir leben und gestalten also gemeinsam ein Zusammenleben wie wir es uns für unsere Welt wünschen, ein Stück gelebte Utopie.

Weitere Informationen

Anfahrt

Das MaStaMo Skill Sharing Camp 2019 findet auf dem Lernbauernhof Schulte Tigges in der Kümper Heide 21, 44329 Dortmund statt.
Sollte es Menschen aufgrund der finanziellen Situation nicht möglich sein, zum Camp anzureisen, sag uns bitte frühzeitig Bescheid und wir versuchen eine Lösung zu finden!

Mit Zug/Bus fähst du ab Dortmund Hbf am besten immer um XX:52 Uhr Gleis 23 mit der Regionalbahn Richtung Enschede bis zur Haltestelle Dortmund-Derne. Dort nimmst du dann den Bus 410 Richtung „Derne Am Wittfeld“ und steigst bei der Haltestelle „Derne, Auf dem Brink“ aus. Von hier aus kannst du dann den MaStaMo-Wegweisern folgen.
Zur Sicherheit aber hier eine Beschreibung: Von der Haltestelle geht es die Straße „Auf dem Brink“ leicht bergauf (an der Ecke ist „Haus Wienke“), über die Ampel und dann den Schildern zum Freibad nach. Wenn man in die Staße „Kümper Heide“ abgebogen ist und leicht bergab läuft, sieht man den Hof und den Garten vor sich. Am Garten geradeaus vorbei, dann rechts in die Hofeinfahrt und Juchu!!! Angekommen!!!

Packliste

Ihr solltet auf jeden Fall Folgendes mitbringen:

  • Zelt, Schlafsack und Isomatte
  • Regenfeste Klamotten und Schuhe, die wir hoffentlich nicht brauchen
  • Stirn- oder Taschenlampe
  • Badesachen, falls du das nahegelegene Freibad nutzen möchtest
  • Shampoo und Duschgel brauchst du nur, wenn du im Freibad duschen möchtest. Für die Solarduschen auf dem Camp stellen wir biologisch abbaubares Shampoo bereit.
  • Sonnencreme
  • Praktisch wäre eine Trinkflasche die euch auf dem Camp begleiten kann

Und um das Leben auf dem Camp abzurunden, könnt ihr gerne noch etwas hier von mitbringen, zum Beispiel:

  • Spiele, Jongliersachen
  • Musikinstrumente fürs Lagerfeuer
  • Workshopideen und evtl. Materialien
  • Klamotten zum Tauschen, Schönes für das Umsonstregal, kaputten Schmuck zum Reparieren, Stoff- & Wollreste bzw. alte Textilien zum upcycling…
  • Falls ihr alte Teller, Becher oder Besteck habt, könnt ihr die gerne mitbringen. Unsere Gastgeber freuen sich über Spenden um das zu ersetzen was so zu Bruch geht.

Bitte nehmt keine Wertsachen mit aufs Camp, auf die ihr nicht selber ein Auge haben wollt oder könnt. Wir können auf dem gesamten Camp leider keinerlei Haftung übernehmen.