BUNDjugend Nordrhein-Westfalen  
Projekt

PERSP:ACTIVE

PERSP:ACTIVE FESTIVAL 2022


Samstag, 1.10.2022, von 10 – 22 Uhr

Schauspielhaus Dortmund
(Hiltropwall 15, 44137 Dortmund)

Thema: KLIMA & KOLONIALISMUS

FÜR WEN?*
Interessierte junge Menschen, Klima-Aktivist*innen, Initiativen, BIPoCs

Anmeldeschluss: 26.09.2022


Am 01.10.2022 veranstaltet die BUNDjugend NRW in Kooperation mit dem Verein Kamerunischer Ingenieur*innen und Informatiker*innen Ruhrbezirk zum dritten Mal das PERSP:ACTIVE Festival
Zum Thema: „Klima und Kolonialismus – Was hat das mit mir zu tun?“

Es werden neben Aktivist*innen aus Lateinamerika, dem Afrikanischen Kontinent und Asien, lokale Akteur*innen, Wissenschaftler*innen und Bildungsträger*innen ihre Perspektiven teilen. Mit Workshops zu praktischem Organisieren, Allyship und Biografiearbeit ist zudem sowohl für bereits Aktive,wie auch Menschen dabei, die sich für das Thema interessieren, etwas dabei. Das Abendprogramm mit Spoken Word und Musik runden den Festivaltag am Schauspiel Dortmund ab.

*Wir haben einen großen Teil der Plätze für Schwarze Menschen, Indigenous & People of Color reserviert. Weiße Personen können sich ebenfalls anmelden.


Austausch, Vernetzen und Empowerment!

“Caring for myself is not self-indulgence, it is self-preservation, and that is an act of political warfare.”

Audre Lorde (1934-1992)




Zeige Widerstand gegen den kolonialismus und die Folgen der Klimakrise

“Activism doesn’t have to just look like one thing. It can be art, it can be creative resistance, it can be social-media-based. Do what you love to protect what you love.”

Ta´Kaiya Blaney (2000-heute)

In Kooperation mit dem VKII – Verein Kamerunischer Ingenieur*innen und Informatiker*innen

PROGRAMM

PANEL

Paneldiskussion am Vormittag:
Was hat die Klimakrise mit uns zu tun?


UNSERE WUNDERBAREN PANELGÄST*INNEN:

Lakshmi Thevasagayam

Lakshmi ist Medizinerin und engagiert sich in den Bereichen Gesundheits- und Klimaaktivismus mit einer intersektionalen, antikapitalistischen Perspektive. Sie ist unter anderem in der Initiative „Lützerath lebt“ aktiv, mit einem Fokus auf Antikolonialismus und Antirassismus in der Klimabewegung.

„Klimagerechtigkeit ist für mich mittlerweile eine Floskel geworden. Wenn wir den Kampfbegriff der Klimagerechtigkeit ernst nehmen, müssen wir vor allem den Kapitalismus und die weiße Vorherrschaft überwinden. Klimagerechtigkeit ohne soziale Gerechtigkeit gibt es nicht, Klimagerechtigkeit kann nur erreicht werden, wenn wir alle Formen von Unterdrückung in unserer Gesellschaft mit derselben Ernsthaftigkeit bekämpfen.“

Lakshmi Thevasagayam

Saadya Windauer

Saadya arbeitet seit 10 Jahren als Wirtschaftsingenieurin für Umwelt und Nachhaltigkeit in Zusammenhängen mit nachhaltiger Entwicklung. Sie arbeitet voller Neugier in unterschiedlichen Sektoren und lösungsorientierten Projekten. Dazu gehören zum Beispiel die Kommunikation über Energie- und Verkehrswende, Energieeffizienz und -management in der Industrie, Auseinandersetzung mit der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie als Triebfeder für die Ziele der Agenda 2030.

Derzeit beschäftigt sie sich mit kolonialen Kontinuitäten, die in europäischen Nachhaltigkeitsdebatten oft wiederzufinden sind.

Klimagerechtigkeit bedeutet für mich, endlich Verschränkungen von verschiedenen Unterdrückungsmechanismen auch durch die Hauptverursacher anzuerkennen. Eine Verantwortungsübernahme sollte dafür stehen, weniger selbstzentriert zuzuhören, Versprechen, Taten folgen zu lassen und bisherige Wohlstandsideen aufrichtiger aufzulösen.

Saadya Windauer

Yaw (-/er,ihm)


beschäftigt sich mit den Zusammenhängen von Kolonialismus, Rassismus und Klima(un)gerechtigkeit. Findet migrantische und Schwarze Selbstorganisierung wichtig und sieht sehr viel Potenzial darin mehr über Abolitionismus zu sprechen, um koloniale Kontinuitäten aufzubrechen und Bewegungsfreiheit für Alle zu erreichen. Er ist in der politischen Bildungsarbeit tätig, gibt Workshops zu den genannten Themen und macht kolonialkritische Stadtrundgänge.

„Klimagerechtigkeit bedeutet für mich ein gutes Leben in Würde und mit sicheren Perspektive für alle, ohne (neo-)koloniale Ausbeutung und rassistische Verteilung von Macht und Privilegien. Außerdem ehrliche und selbstkritische Verantwortungsübernahme und Accountability von den Hauptverantwortlichen Staaten, Konzernen und den 0,1 – 10 reichsten Prozent.“

Yaw

Moderation der Paneldiskussion “ Was hat die Klimakrise mit uns zutun?“

Kawa Eibesh

Kawa Eibesh, 24 Jahre alt, wohnt und studiert in Münster.

Als Mitglied des Bundesvorstands der BUNDjugend beschäftigt Kawa sich besonders mit den Themen internationale Klimagerechtigkeit, Antirassismus, Global Health, Migration und (Klima-)Flucht.

Diese wundervollen Moderatorinnen begleiten euch über den ganzen Tag:

Marya

Marya studiert zurzeit in Bochum und arbeitet nebenbei. In ihrer Freizeit ist sie ein Allround Talent – Sie tanzt, skatet, dreht Videos und zeichnet gerne.

„Klimagerechtigkeit bedeutet für mich sich seine Privilegien bewusst sein und die eigenen Mittel, die man zur Verfügung hat, ausnutzen, um eine bessere Welt für alle zu schaffen 🙂

Kurz gefasst: be the change you want to see in the world. „

Marya

Anna Herberholz

Anna geht zurzeit zur Schule und gehört nebenbei ehrenamtlich zum Vorstand der BUNDJugend. Ihre Schwerpunkte liegen in den Themen Klima, Kolonialisierung sowie Empowerment, Nachhaltigkeit und Anti-Rassismusarbeit.

Weli Matuke

Weli studiert Journalismus und interessiert sich besonders für die Themen Musik und Kultur. Sie ist überall, wo Kreativität zum Ausdruck kommt.

„Die Länder, die ökonomischen Profit durch Ausbeutung und Kolonialisierung gewonnen haben, müssen zur Verantwortung gezogen werden. Der Kampf für Klimagerechtigkeit ist nicht derselbe wie für „Fridays for Future“, bei Klimagerechtigkeit werden auch die Personen berücksichtigt, die bereits mit den schweren Folgen der Klimakrise zu kämpfen haben und nicht nur der Teil der Welt, der sich demnächst mit den Konsequenzen vom Klimawandel auseinandersetzen muss. Klimagerechtigkeit bedeutet Generationsgerechtigkeit, jungen Menschen ihre Perspektiven wiederzugeben und ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen.

Weli Matuke

Wir stellen euch hautnahe Einblicke von unseren internationalen Aktivist*innen vor:

Ati (Lateinamerika | Kolumbien)

She is an Indigenous Arhuaca political scientist and advocacy coordinator for Climalab. She is linked to the Cabildo Arhuaco Magdalena-Guajira and belongs to the coordinating team of the youth platform for climate action in Latin America and the Caribbean Unite for Climate Action (U4CA).

Mitzi Jonelle Tan (Asien | Philippinen)

Mitzi is a climate justice activist and a Youth Advocates for Climate Action in the Philippines as well as an organizer for the FFF international (Fridays For Future).

„Climate justice means building a world where no one is left behind – a world where everyone feels safe, especially the most marginalized. Climate justice is dismantling all systems of oppression and injustice. Climate justice is social justice.

Mitzi Jonelle Tan

Hamira Kobusingye (Afrika | Uganda)

Hamira Kobusingye is a climate Justice activist from Uganda. 

“Climate Justice means equipping every one to be responsible in fight for climate justice and providing climate action tailor made for each community and its people. Providing promised climate finance and also availing a loss and damage facility.“

Hamira Kobusingye

WORKSHOPS

Workshop: Selbstorganisation für BIPoC (only) Nachmittags

„Der globale Norden, der über den Ländern des globalen Südens steht, ist vom strukturellen Rassismus geprägt. Menschen aus dem globalen Süden haben mit diesen Folgen zu kämpfen. Insbesondere für Black, Indigenous, and people of color benötigt es einen Safer Space. Selbstorganisation bedeutet, dass BIPoC geschützte Räume schaffen, um sich in einer strukturell rassistischen Gesellschaft gegenseitig auszutauschen, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen.“

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit den Themen der Selbstorganisation für BIPOCS.

Leitung: Miriam Betancourt von Abya Yala Anticolonial

Miriam ist aktiv bei „Mujeres en Movimiento“ in Hamburg und ´Abya Yala Anticolonial‘ – einem Kollektiv von Latein-Amerikaner*innen, die den Kampf gegen die Kolonialordnung weiterführen.


Der Workshop ist nur für BIPOC bzw. nur für Menschen, die Rassismus erfahren.

Workshop: Biografieworkshop für BIPoC (only) Nachmittags

„Unsere Biografie definiert unsere Geschichte und prägt uns bewusst in unserer Identität und im Alltag. In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Frage, was deine Biografie mit Migration & Flucht zu tun hat. Was hat das Klima in diesem Kontext zu tun?“

In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit den Themen der Biografiearbeit für BIPOCS.

Leitung: Megha Kono-Patel

Megha Kono-Patel ist eine kritische Denkerin und Aktivistin im VKII und ist Stadtdramaturgin am Schauspiel Dortmund.


Der Workshop ist nur für BIPOC bzw. nur für Menschen, die Rassismus erfahren.

Workshop: How to be an Ally? Weißer Allyship im Kontext Organisieren

„Wie kann white allyship im Organisieren aussehen“? 

Mit dieser Frage beschäftigen wir uns in dem Workshop, der von Selma Lampart geführt wird.

Der Workshop richtet sich an weiße Menschen.

Leitung: Selma Lampart

Selma (keine Pronomen) setzt sich als weiße* Aktivist*in, Kurator*in und Künstler*in praktisch und theoretisch mit kritischem Weißsein und postkolonialen Theorien auseinander. Vor allem in Repräsentation und Sehgewohnheiten als auch in Macht- und Gesellschaftssystemen und Organisationen. 

„Von Klimagerechtigkeit sind wir so weit weg, dass es mir schwerfällt, konkrete Vorstellungen zu haben. Aber der Weg zu mehr Klimagerechtigkeit muss intersektional sein und der weiße Westen endlich zuhören und lernen und Verantwortung übernehmen. „

Selma Lampart

Das Workshop wird in Kooperation mit Sandra.

Über Sandra:

Sandra (sie/ihr) – Kulturwissenschaftlerin, arbeitet seit 2016 als Referentin im AntiDiskriminierungsBüro Köln. Sie ist Schwarze Aktivistin und hat langjährige Erfahrung als Trainerin und Referentin in rassismuskritischen Bildungs- und Jugendarbeit. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte ist Empowerment für Jugendliche und Erwachsene, die Rassismuserfahrungen machen.


LESUNG

Zade Abdullah

(sie/-) ist eine Aktivistin für intersektionale soziale Gerechtigkeit und arbeitet zu dekolonialen
Zusammenhängen im Bereich Gender, Klima und Grenzregime.

„Klimagerechtigkeit heißt für mich die Befreiung aus unterdrückerischen Verhältnissen wie dem Kapitalismus, dem Patriarchat und der kolonialrasstischen Ordnung der Welt. Es bedeutet die kritische Öffnung für altes und neues Wissen, was die derzeitigen zerstörerischen Normen durchbricht und eine respektvolle Beziehung zwischen allem Lebenden schaffen kann.“

Zade Abdullah

MUSIK & SPOKEN WORD

Abendprogramm
Wir klingen den Abend mit gutem Essen, Musik und Spoken Word aus.

Freu dich auf Spoken Words von…


Inga Thao My Bui 

Inga Thao My Bui ist Klimaaktivistin und Poetin. Sie engagiert sich seit drei Jahren für Klimagerechtigkeit bei Students for Future und wurde rheinland-pfälzische Vize-Meisterin im Poetry Slam 2021. Wenn sie mal nicht auf der Straße demonstriert oder auf der Bühne steht, studiert sie Bildung – Nachhaltigkeit – Transformation (M.A.) an der HNE Eberswalde.

„Klimagerechtigkeit bedeutet für mich, dass wir endlich hier die Verantwortung für das übernehmen, was wir vor Jahrzehnten schon zerstört haben und immer noch tun.“

Inga Thao My Bui

Ethel Papillon

Ethel ist 17 Jahre alt und Veganerin. Sie ist neben der Schule in vielen Bereichen aktiv und interessiert sich für den Aktivismus. Ihre Themen beim Spoken Word sind der Rassismus sowie der Klassismus und Sexismus. Mit ihrer Leidenschaft zum Schreiben kann Ethel ihre Erlebnisse und Berührungspunkte verarbeiten. Für Ethel gibt es keine klaren Vorschriften für das Schreiben – Ob auf einem Buch oder als Handynotiz – Spoken Word fließt bei ihr einfach heraus!

„Klimagerechtigkeit bedeutet für mich intersektional und vor allem auch antikolonial gegen die drohende Klimakatastrophe vorzugehen!“

Ethel Papillon

Kantom

Kantom (23) postet auf Instagram & TikTok zum Thema Veganismus, Anti-Rassismus, mentale Gesundheit und Food Spots. Sie nutzt auch ihre Seiten, um sich kreativ in Form von Gedichten & Poetry Slams auszudrücken.

Klimagerechtigkeit bedeutet für mich die globale & intersektionale Betrachtung & Bekämpfung der Klimakrise.

Kantom

& auf Live Musik von …

Gîn Bali

Gîn Bali ist Gitarristin, Musikpädagogin, Veranstalterin, DJ und Producerin. Geboren und aufgewachsen in Bonn und hat klassische Gitarre im Hauptfach und Gesang im Nebenfach studiert.

Ihre Sounds sind vor allem von ihrer klassischen Ausbildung sowie ihrer Verbindung zu RnB, HipHop und Rockmusik geprägt.

Joël Nguele

 Joël-Joâo Nguele singt über die schönen Dinge dieser Welt. Über die Liebe. Hört ihm zu und wenn ihr euch darauf einlasst, kann er euch in eine Welt mitnehmen, in der ihr nicht an eure Sorgen denkt.
SEULEMENT L‘AMOUR ET L‘ART

„Klimagerechtigkeit bedeutet für mich den am meisten betroffenen globalen Süden politisch zu entlasten, indem awareness gespreadet wird!

 Joël-Joâo Nguele

Zainab Lax

Zainab Lax ist Musiktherapeutin und Multi-Instrumentalistin und hat sich auf Musik als Empowerment für Menschen mit Fluchterfahrung spezialisiert. Sie spielt seit ihrem siebten Lebensjahr Harfe, ist aber auch in östlichen Musikstilen zu Hause. Ihre inspirierenden Loop- Performances sind vor allem von Improvisation geprägt und laden zum Träumen, aber auch zum Grooven ein.

„Klimagerechtigkeit bedeutet für mich global zu denken und aktiver gegen Ungerechtigkeiten aufzustehen. Viele Menschen außerhalb von Europa, insbesondere diejenigen, die nicht weiß sind, leiden schon lange unter dem Egoismus vieler. Wir müssen die Eurozentristische Perspektive endlich mal in die Vergangenheit bringen und die Stimmen derer hörbar machen, die schon jetzt akut vom Klimawandel betroffen sind!

Zainab Lax

Familien sind herzlich Willkommen!

Wir haben vor Ort eine Kinderbetreuung organisiert


ANMELDUNG – WIR SIND AUSGEBUCHT!

KOSTEN

Es gibt eine solidarische Preisstaffelung nach Selbsteinschätzung zwischen 0 und 25 €.
Bitte den gewünschten Betrag bei der Anmeldung auswählen.

Vor Ort wird es außerdem die Möglichkeit geben für die Organisation Afrique-Europe Interact zu spenden.

Es wird vegane Verpflegung und Getränke in Bio-Qualität geben.
Eine Kinderbetreuung wird bei Bedarf angeboten. Bitte bei der Anmeldung das Alter des Kindes/der Kinder unter Anmerkungen angeben und eine Mobilnummer für Rückfragen.

ANREISE

Mit den ÖPNV:

Vom Dortmunder Hauptbahnhof nehmen Sie eine der folgenden U-Bahn-Linien: U41 (Hörde), U45 (Westfalenhallen), U47 (Aplerbeck) oder U49 (Hacheney). Sie fahren 2 Stationen bis zur Haltestelle »Stadtgarten«. Dort folgen Sie der Beschilderung »Stadttheater« und überqueren die Hansastraße, am Opernhaus vorbei. Nach ca. 50 Metern gelangen Sie zum Eingang des Schauspielhauses, durch den Sie auch die Studio-Bühne erreichen. Die Junge Oper finden Sie wenige Schritte weiter.

Google Maps

Mit dem Laden der Karte akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Google.
Mehr erfahren

Karte laden

CORONA

Vor Antritt der Veranstaltung bitten wir euch testen zu lassen. Diese Maßnahme ist für die Sicherheit für alle Teilnehmer. Es gilt keine Maskenpflicht.

Die Veranstaltung ist barrierearm. Wir behalten uns vor Menschen auszuschließen, die sich rassistisch, antisemitisch, sexistisch oder anderweitig menschenfeindlich äußern oder verhalten.


Das war das PERSP:ACTIVE 2020:

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden